Herbert liest! – Folge 22 (feat. Gabriele und Enver)

Der Winter ist immer noch ziemlich grau, kalt, windig und feucht und muss unbedingt weggelesen werden. Gott sei Dank gab es zum Geburtstag viele neue Bücher. Drei besonders unterhaltsame stelle ich euch hier vor: Thomas Hettches „Pfaueninsel“, Nick Hornbys „Miss Blackpool“ und Navid Kernanis „Grosse Liebe“. Das Ganze findet statt in der wunderbaren Hamburger Wohnung von Gabriele und Enver, die mit Büchern und exotischen Fundstücken aus aller Welt vollgestopft ist. Für diejenigen, die sich für die Arbeit der beiden interessieren: Gabriele macht einen visuell superschönen Reiseblog über Südostasien: http://www.soiblossom.com, Enver hat eine Webseite, die sein großes fotografisches Werk dokumentiert: http://www.enverhirsch.com

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6 Kommentare
  1. Joachim Roski sagte:

    Pfaueninsel hat schöne Sprache, aber ist lächerlich symbolisch überladen. Habe ich nach 200 Seiten aufgegeben. Lese nach 30 Jahren wieder John Fowles: Die Geliebte des frz Leutnants. Hat mir damit nicht gefallen, jetzt allerdings sehr. Seltener Fall, wo der Film tatsächlich gleich gut, wenn nicht besser ist als das Buch.

    • Ja, die Dreiecksgeschichte war irgendwie schon sehr gewollt, aber die Einbettung der Geschichte in diese Kulturgeschichte hat mir schon sehr gefallen. Vielleicht wirklich ein Buch, in das etwas zu viel Recherche eingegangen ist. – Fowles: ich glaube, den habe ich damals auch gelesen, kann mich aber kaum noch erinnern. Nur noch an die roten Haare in der Verfilmung mit Meryl Streep….Gott, ist das lang her!

      • Joachim Roski sagte:

        Fowles habe ich in einem Antiquariat gefunden und für nur $2.00 war ich dabei. Reiner Zufall; und da ich mich nostalgisch fühlte, habe ich zugegriffen. Die Einbettung der Personen in ihr kulturgeschichtliches Umfeld gelingt bei Fowles wesentlich gelassener und weniger aufgesetzt und angestrengt als bei Pfaueninsel. Bin mir nicht sicher, ob man die beiden Bücher wirklich daraufhin vergleichen kann, … Interessant ist bei Fowles zum Beispiel, dass die ganze Handlung vom Autor kulturgeschichtlich/gesellschaftlich „kommentiert“ wird mit dem Abstand von 100 Jahren. Der Film hat diesen Abstand/Kommentar von heute über die viktorianischen Protagonisten sehr schön mit einer Parallelgeschichte, die in heutiger Zeit spielt, gelöst. Beides gut: Buch und Film. Sicher besser als Pfaueninsel.

        Herbert, ich glaube wir waren in der Abiturklasse als der Film rauskam. … lang, lang ist’s her. … und Meryl Streep und Jeremy Irons sind so jung und traumhaft gut! Kann man sich auch heute noch ohne Probleme angucken … und das will nach 32 Jahren ‚was heissen.

        Viele Grüße – bin kommendes WoE in Hshn.

  2. Dominik sagte:

    Ich würde gerne wissen, wie der Bildband heißt, den Herbert in Minute 3:16 in den Händen hält? Ich habe nur „City of“ lesen können…Vielen Dank für die Hilfe! LG Dominik

    • Lieber Dominik, ich habe bei Gabriele nachgefragt: Das buch heißt „City of Darkness resvisited“ von Greg Grad und Ian Lambot, Watermark Publicatinos. Das geht über so eine Art Geheimstadt bzw. einen Slum in Hongkong im Niemandsland zwischen China und damals britischer Kronkolonie, der aber inzwischen abgerissen ist. Beste Grüße, Herbert

      • Dominik sagte:

        Vielen lieben Dank für die schnelle Hilfe 😉
        LG
        Dominik

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