Herbert soll sein eigenes Tun reflektieren und findet das nicht ganz einfach

Ich bin zum berühmten Mainzer Kolloquium eingeladen, das dieses Jahr zum 20. Mal stattfindet  mit dem Titel „Ende der Literaturkritik?“. Da soll ich neben Literatur-Koryphäen wie z.B. Hubert Winkels etwas aus der Sicht eines Video-Bloggers sagen. Einerseits ist das natürlich eine große Ehre, andererseits habe ich jetzt den Druck, auch was Kluges zu sagen. Und bin noch auf der Suche: „Was mache ich hier eigentlich?“ heißt deswegen auch der Titel meines Vortrags.

Eine der interessantesten Fragen, die sicherlich dort diskutiert  wird, lautet: Wie kommen Leser eigentlich zu den Büchern, die sie lesen? Wer empfiehlt ihnen ihre Lektüre? Das Feuilleton in Zeitung, Radio und Fernsehen? Online-Versionen dieses Feuilletons? Buchhändler des Vertrauens? Freunde und Familie? Oder liest man oft einfach Bücher aus Pflichtbewusstsein, weil man sie geschenkt bekommen hat? Oder hat Amazon mit seinem Algorithmus uns schon im Griff?

Und wie ist das bei euch? Plant ihr eure Lektüre systematisch? Oder lasst ihr euch beim Stöbern vielleicht einfach vom Cover zum Kauf verleiten? Und spielen Blogger – ob in Text oder Videoform – für euch eine Rolle? Oder ist das eher eine Ausnahme? Für Rückmeldungen zu diesen Fragen wäre ich extrem dankbar!

*Und hier findet ihr das Programm der öffentlichen Tagung: http://www.buchwissenschaft.uni-mainz.de/fileadmin/Dokumente/Flyer_Kolloquium_2015.pdf

** Und eine neue Folge ist endlich auch in der Mache!

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24 Kommentare
  1. Was mache ich hier eigentlich? Was für ein sympathisch klingender Titel! Du hattest um Rückmeldung zu der Frage gebeten, wie LeserInnen zu ihren Büchern kommen.
    a) Literaturblogs (z. B. Sätze und Schätze, Das Graue Sofa, eine Reihe englischsprachiger Blogs)
    b) Spontankäufe, weil ich an KEINER Buchhandlung vorbeigehen kann
    Das Feuilleton spielt bei mir im Vergleich zu früher nur noch eine untergeordnete Rolle, da a) ich anhand der Literaturblogs zielgerichteter nach Bloggern suchen kann, die einen ähnlichen Literaturgeschmack haben
    b) ich nicht nur Neuerscheinungen lese, sondern auch gern ältere Werke
    c) Literaturblogger oft persönlicher, manchmal auch witziger (Richtung Hornby) schreiben
    Im Übrigen plane ich meine Lektüre nicht (derlei Vorhaben haben nie funktioniert) und die Uni-Zeiten liegen nun schon lange zurück.
    Ich weiß also nie, was ich als nächstes lesen werde, und das finde ich wunderbar.
    Viel Freude beim Kolloquium.
    Anna

    • Liebe Anna, vielen Dank für den Kommentar! Ich glaube, das geht nicht nur dir so. Und was die geplante Lektüre angeht, geht’s mir genau so. Durch den Blog fühle ich mich zwar verpflichtet, regelmäßiger als früher mir deutsche Neuerscheinungen anzuschauen, aber eigentlich ist auch meine Lektüre immer noch genau so unsystematisch wie früher. Und das ist ja auch das Schöne, sonst würde es ja Arbeit….

  2. Knud Ansgar Kamphues sagte:

    Lieber Herbert,

    meine Lektüre der anspruchsvollen Art speist sich in der Regel in den letzten 10 Jahren aus geschenkten oder dringend angeratenen Büchern von Trude (wenn sie denn in einer guten Übersetzung vorliegen)…. das glückt meistens…. nur ganz selten mal nicht. Letzter Tipp dieser Art war zB. Donna Tarts Distelfink, für den ich natürlich das erste Buch zuvor lesen musste…..

    ganz selten führt ein Kollegengespräch zu guter Lektüre (als wenn Lehrer im Grunde nicht lesen…. so kommt es mir jedenfalls vor)

    Eine weitere Quelle sind die Literaturseiten der Zeit und der Büchertisch mit den Neuheiten in der benachbarten Buchhandlung meines Vertrauens…. („Stories“ in Hamburg Hoheluft)

    Fernsehen spielt überhaupt keine Rolle (Hab keins) und Radio selten….wenn, dann DLF auf Rückfahrten von Berlin oder Ostfriesland (also Sonntags)

    ….. und natürlich Herbert liest……

    Gruß auch an Ralf

    Knud

    >

    • Lieber Knut, ich wußte gar nicht, daß du auch dem Blog folgst! Ich habe, als ich noch Doktorand war, übrigens eine ganz ähnliche Erfahrung gemacht wie du, was meine Doktoranden-Kollegen angeht. Im Kolloquium haben wir uns immer hochtheoretisch über Literatur unterhalten. Wenn man dann aber beim Bier gefragt hat, was denn die anderen sonst so nebenher lesen, war das erstaunlich bescheiden. Am ehesten konnten sich die angehenden Literaturwissenschaftsexperten noch auf Krimis einigen, eigentlich erstaunlich. Allerbeste Grüße nach Hamburg!

  3. Mensch Päddra sagte:

    Lieber Herbert! ((Mist ,mein Kommentar ist weg ,ich hatte schon viel geschrieben ,ich habe ihn irgendwie zersemmelt…) Darf ich mich als „NurLeser“ und „Nichtblogger“ auch angesprochen fühlen?
    – Meine Bücher suche ich mir idealerweise beim Stöbern in meiner Lieblingsbuchhandlung aus.(www.bvb-remmel.de)Ich folge meinem Instinkt,entdecke Neues, orientiere mich aber auch an Autoren/Autorinnen,die ich schon kenne und gerne lese.Wichtig ist mir der persönliche Kontakt und die gute Beratung.Die Gebrüder Remmel sind die coolsten Buchhändler die ich kenne!
    – Darüber hinaus lasse ich mich gerne und begeistert von Literaturblogs inspirieren,z:B. von Sätze &Schätze,Literaturen,Buzzaldrins Bücher,Herbert liest,Büchermagazin,lustauflesen und anderen. Es macht mir großen Spaß, kluge und tolle Beiträge über bestimmte Bücher und Autoren zu lesen und außerdem eine Menge an Informationen, zu Leben und Werk der entsprechenden Autoren, zu bekommen.
    – Beim großen A bestelle ich auch ab und zu, aber dort recherchiere ich eher,wenn ich etwas Bestimmtes suche.
    – Das Feuilleton spielt bei mir auch nur eine untergeordnete Rolle.
    – Nun,mein persönliches Fazit ist : Literaturblogs sind für mich eine große Bereicherung!!
    Beste Grüße von Petra

    • Petra – ja, auf genau solche Kommentare von Nur-Lesern habe ich gehofft. Und du hast natürlich recht, ich hatte das in meiner Auflistung ganz vergessen: Es gibt natürlich einfach Autoren, die, wenn man sie einmal für sich entdeckt hat, praktisch automatisch mit jedem neuen Buch auf die Lektüreliste kommen. Bei manchen wartet man ja förmlich auf das neueste Buch…. Gruß aus Berlin!

  4. Anonymous sagte:

    Also, ich bin auch Nur-Leserin, was immer das sein mag… Ich kann mich den Ausführungen meiner Vorkommentarin anschließen, gute Buchhandlungen sind toll zum Buchfinden. Ich bin ab und zu auch in der Bibliothek, in der man sich auch inspirieren lassen kann. Darüber hinaus lese ich gerne Feuilletons und alles, was mir an Buchmagazinen, Lese-Tipps etc. in die Finger kommt und reiße dann auch mal den ein oder anderen Hinweis aus, der dann in mein Portemonnaie wandert. Leseempfehlungen durch Freunde und Verwandte, Herbertliest und Buchgeschenke sind natürlich ebenfalls schön und, im Fall von letzteren komme ich doch immer mal wieder zu Büchern, die ich sonst schwerlich angefangen hätte zu lesen, ein Überwinden üblicher Gewohnheiten ist ja nicht verkehrt. Ansonsten haben beim Stöbern nach neuen Büchern für mich die Aufmachung, Cover, Klappentext und auch das Schriftbild einen Einfluss – und die erste Seite… Viel Erfolg in Mainz!

  5. Lieber Herbert!
    Wie suche ich die Bücher aus, die ich lese? Ich hätte nicht gedacht, dass das eine so schwierige Fragestellung ist, aber ich mußte erst mal darüber nachdenken …
    1. Ich treffe mich ca. fünfmal im Jahr mit meinem Lesekreis und daraus ergeben sich sozusagen pro Termin 2 – 3 Pflichtlektüren. Da habe ich natürlich auch ein Vorschlagsrecht :-).
    2. Ich habe zwei Büchermagazine abonniert, in denen ich nicht oft Bücher und Autoren entdecke, die mich interessieren.
    3. Ich lese bei vielen, vielen Buchbloggern mit (selbstverständlich auch bei Dir 🙂 oder stöbere, wenn ich auf der Suche nach einem Buch bin, erst mal bei Bloggerinnen und Bloggern. Auf diesem Weg habe ich schon einige Neu-Entdeckungen gemacht. Allerdings muß ich zugeben, dass ich, wenn ich den Eindruck gewinnen, dass ein Titel besonders oft rezensiert und gelobt wird, manchmal einen Bogen um das betreffende Buch mache.
    4. Jeder Stadtbummel endet bei mir in einer Buchhandlung und ich gehe (leider) nie ohne Buch wieder hinaus. Entweder kaufe ich ein Buch, das eh schon auf meiner Liste steht oder ich entdecke eine Neuerscheinung, die ich unbedingt haben muß.
    5. Ich habe von vielen Verlagen Newsletter abonniert und bin ganz gut auf dem Laufenden, was Neuerscheinungen betrifft. Wenn mich ein Thema, eine Geschichte oder ein Autor interessiert, dann kommt es auf die Liste.
    6. Ich bin eine treue Leserin und wenn eine Autorin oder ein Autor Bücher schreibt, die mir gefallen, dann lese ich gerne alle Werke, die herauskommen oder schon herausgekommen sind.
    7. Ich liebe die Frankfurter Buchmesse und nach 2 Tagen komme ich mit einer ellenlange Bücherliste erschöpft zu Hause an.
    8. Meine Leseleidenschaft ist natürlich bekannt und manche Menschen trauen sich auch, mir ein Buch zu schenken (ohne mich nach meinen Wünschen zu fragen) :-). Das finde ich immer besonders spannend, denn diese mutigen Freunde/Schwester suchen Bücher für mich aus. Die treffen natürlich nicht immer genau meinen Geschmack, aber ich finde die Auswahl sehr bereichernd.
    9. Ich unterhalte mich gerne mit allen möglichen Menschen über Bücher und schwupps steht wieder ein Buch auf meiner Liste.
    10. Die Buchhandlung meines Vertrauens gestaltet zweimal im Jahr einen Abend, an dem die Buchhändlerinnen ihre Lieblingsbücher des Jahres vorstellen. Von der Liste landet meistens ein Buch in meiner Tasche.

    Eigentlich mag ich auch Literatursendungen im Fernsehen, aber deren Sendezeiten passen leider nicht zu meinen Wachzeiten und das Aufnehmen vergesse ich immer.
    Vorschläge, die mir die verschiedenen Online-Buchversender machen, „Kunden, die dieses Buch gekauft haben, …“, interessieren mich hingegen selten bis gar nicht. Die Vorschläge kenne ich meistens sowieso schon.
    Ich hoffe, ich konnte Dir helfen.
    Leserfreudige Grüße
    leseratteffm

    • Liebe Leseratte, mehr als was du machst, geht ja fast nicht! Aber doch interessant, daß die Feuilletons, also traditionelle Literaturkritik bei dir keine Rolle spielen!!
      Komischerweise hatte ich Lesekreise in meiner Aufzählung ganz vergessen, vermtulich weil ich selbst in keinem bin. Dabei merke ich, wieviele auch von meinen Freunden bei solchen Lesekreisen mitmachen. DAs müssen Hunderttausende in Deutschland sein. Vielen Dank für die Liste!!

  6. anonym sagte:

    ich gehöre auch zu den Stöberen in schönen Buchgeschäften, die es ja Gott sei Dank noch gibt neben den Grossanbietern. Und unsystematisch geht es bei mir auch zu, rein nach dem Lustprinzip, weil ich schon beruflich so viel lesen „muss“.

  7. Lieber Herbert,
    ich lasse mich überall inspirieren:
    – bei anderen Blogs
    – im Feuilleton (vornehmlich SZ, ZEIT)
    – auf der Internetseite des Deutschlandradios
    – bei Verlagen und ihren Prospekten
    – beim Stöbern in Buchhandlungen.
    Blogs sind für mich insofern ganz wichtig, als dass ich dort ganz gut einschätzen kann, ob mir die Bücher auch gefallen werden, die den Blogbetreibern gefallen, zum einen, weil man nach einer gewissen Zeit einen recht guten Blick auf die besonderen Vorlieben und Interessen der jeweiligen Blogger bekommt, zum anderen, weil Blogger anders, manchmal erhlicher, manchmal inhaltlich besser nachvollzihebar, über die Bücher schreiben.
    Blogs sind wichtig, weil dort Bücher vorgestellt werden, die ich zwar gesehen, aber nicht weiter zur Kenntnis genommen habe oder die schlicht ganz an mit vorbeigegangen wären, wenn sie nicht dort besprochen worden wären.
    Außerdem sind Blogs für mich ganz wichtig, weil sie die Möglichkeit des Austausches geben; ein Austausch, der mir in meiner realen Umgebung oft fehlt, weil ich gar nicht so viele Leute kenne, die gerne lesen und/oder es schwer ist, Termine zu literarische Treffen zu finden.
    Ganz viel Spaß in Mainz wünscht Claudia

    • Liebe Claudia, komme erst jetzt dazu, mich zu bedanken für deinen Kommentar. Bei mir ist es auch so, daß ich Personen habe, bei denen ich mich einigermaßen darauf verlassen kann, dass wir denselben GEschmack haben. Das können im übrigen auch Literaturkritiker sein und müssen gar nicht mal Blogger sein. Und umgekehrt gibt es Kritiker oder Kritikerinnen: Wenn die was empfehlen, weiß ich, daß ich es vermutlich zu avantgardistisch finde. Mir geht es übrigens auch so, daß ich, seitdem ich den Blog schreibe, soviel mehr über Literatur rede, auf Literatur angesprochen werde, daß allein das schon die Arbeit (die es auch manchmal ist) rechtfertigt.
      Beste Grüße! Herbert

  8. Ansor sagte:

    Lieber Herbert,

    herzlichen Glückwunsch für diese Einladung!
    Ich gestehe es: ich lasse mich gern von anderen überzeugen und nutze Kritiken, um mich im schier unendlichen Bücherangebot zurechtzufinden und in kurzer Zeit eine für mich passende Auswahl an Büchern zu finden. Für mich spielt vor allem das Vertrauen in die Bewertungsfähigkeit des Kritikers eine Rolle. Daneben ist dessen Begabung entscheidend, mir diese Kritik verständlich und auch begeisternd darzulegen. Reich-Ranicki ist für mich immer noch der Gott der Kritiker, auch wenn er natürlich (und das muss so sein!) herrlich unkonventionell, cholerisch und egozentrisch, aber eben auch kompetent und liebenswürdig war.

    Mit dieser Erwartung an den Kritiker fallen aber schon mal 99.9% aller existierenden Buchbewertungen weg. Ausserdem versuche ich mehr und mehr, den Bestseller-Listen zu entfliehen. Tja und so bin ich bei dir gelandet und hänge an literarisch gesehen an deinen Lippen. Bisher mit schönen Leseerlebnissen wie Trafikant und Distelfink, zur Zeit habe ich mal deine Top ten angefangen und erfreue mich gerade sehr an der Sprache von Jane Austen in Pride and Prejudice. Da wäre ich nie von allein drauf gekommen! Danke für deinen tollen Blog!
    Im Überblick und um deine Fragen im Detail zu beantworten wähle ich meine Bücher
    -sehr selten aus Feuilleton in Zeitung, Radio,
    -manchmal aus dem Fernsehen (Druckfrisch) oder vom Buchhändler um die Ecke,
    -oft aus Empfehlung der Familie
    -eigentlich nie aus Pflichtbewusstsein, weil man sie geschenkt bekommen hat,
    -nie aufgrund von Amazons Algorithmus
    -in letzter Zeit durch deine Empfehlungen!.

    Viele Grüsse aus Konstanz und hoffentlich bis bald bei einem Wiedersehen,
    Ansor.

    • Ansor, vielen Dank für deinen Kommentar, ich wußte gar nicht, daß du mir hier folgst! Und Jane Austen ist wirklich wunderbar, natürlich ein bißchen eskapistisch, weil man sich im wesentlichen mit einer Frage beschäftigt: Kriegt sie ihn oder kriegt sie ihn nicht? Manchmal brauche ich genau solche Bücher, wenn die Nachrichten, die einem sonst so entgegengeschleudert werden, zu negativ sind.
      Beste Grüße aus Berlin!

  9. Dr. Johanna Gestefeld sagte:

    Hallo Herbert,
    Freue mich über jede neue Folge, Ideal die Kombination von Privat und professeionell, super Anregungen für die eigene Muße oder für das nächste Geburtstagsgeschenk….
    Gruss Johanna

  10. Lieber Herbert,

    jetzt kommt hier mal eine konservative Stimme:

    1. Bücher-Blogs lese ich nicht, denn ich habe schlicht keine Zeit dafür – ich kenne mich da auch nicht aus. Eine Ausnahme ist vielleicht der Perlentaucher (s. auch Ziff. 4), dessen Zusammenfassungen der Zeitungskritiken ich meist lesenswert finde. Oft schaue ich dort auch nach, wenn ich mir nach der Lektüre anschauen will, was die Kritiker denken.

    2. „Herbert liest“ als Videoblog ist mir eine wichtige Inspirationsquelle. Sie fällt wohl am ehesten in die Kategorie „Empfehlungen von Freunden, auf deren Urteil ich Wert lege“.

    3. Im Fernsehen sehe ich gelegentlich Denis Schecks „Druckfrisch“, das ich immer ausgesprochen amüsant und informativ finde. Wegen des Zeitunterschieds und weil ich es generell hasse, zu einer bestimmten Zeit vor der Kiste hocken zu sollen, mache ich das über die Mediathek.

    4. Regelmäßig schaue ich mir die Kritiken im Feuilleton der FAZ und der ZEIT an. Beide lese ich sowieso, und manchmal vergleiche ich dann mit anderen Kritiken im Perlentaucher.

    5. Nach dieser Lektüre bestelle ich oft spontan bei meiner Lieblingsbuchhandlung „Hacker und Presting“ in der Leonhardstraße in Berlin. Die schicken übrigens schneller als Amazon. Wenn ich Berlin bin, schaue ich natürlich immer vorbei und lasse mich inspirieren.

    5. Nicht unerwähnt bleiben sollen die nicht wenigen Bücher im Regal, die ich – manchmal vor längerer Zeit – gekauft und noch nicht gelesen habe. Beim Vorbeistreifen ohne Anlass oder vor einer Reise lacht mich oft eines an und wird erhört.

    Viel Erfolg in Mainz. Etwas Kluges zu sagen hast Du allemal.

    Gruß
    HC

    • Lieber Hans Carl, ganz vielen Dank für deine Kommentare. Bei mir ist im Übrigen auch das „Regal der ungelesen Bücher“ eine wichtige Inspirationsquelle oder zumindest ein Speicher, auf den ich bei Bedarf gern zugreife. Beste Grüße nach Tokyo!

  11. Anonymous sagte:

    Meine Hauptquellen für Bücher sind 1. meine Familie und 2. die ziemlich kleine, ziemlich gute Buchhandlung meines Vertrauens (die leider eine sehr gute Mitarbeiterin verloren hat – Personalabbau?
    Buchbesprechungen – ob online oder print – lese ich weniger, dann nutze ich die Zeit lieber fürs Lesen eines Buches.

    Herbert ist aber eine ganz tolle Quelle. Selbst wenn ich mir aus Trägheit oder Sparsamkeit keines der Bücher kaufe, ist allein das Anschauen von Herbert schon ein Genuss für sich!!!

    Amazon nutze ich nicht.

  12. Anonymous sagte:

    meine beiden Buchhandlungen,mit befreundeten Buchhändlerinnen,erinnern mich an lesenswertes,ich überschlage immer die Auslage auf dem Büchertisch,(schönes Cover von einem Autor,der mich interessiert)Mein Lesekreis zwingt mich mit Neuem zu beschäftigen,(die Nachkommen haben manchmal gute Tipps)FAZ sowieso.Herbert liest wird auch
    kritisch betrachtet.Ich lese nicht nur zeitgenössische Literatur,es gibt so viele KLassiker!!

  13. Viele Anreize ziehe ich aus Literaturblogs und notiere mir immer wieder Titel. Allerdings setze hoch dann nur sehr wenig davon um: Es ist eine Art Trägheit der Masse, die Vielzahl an Blogs, Besprechungen und „Oh, klingt gut, schreibe ich mir auch mal auf“ blockiert sich selbst.

    Daher ist mir der ganz unmittelbare Impuls im stationären Buchhandel entschieden die wichtigste Quelle: suchen, schauen, anfassen, hineinlesen. Ohne gut sortierte Buchhandlungen müsste ich mir meinen Weg, Literatur zu finden, neu erfinden.

    Herzliche Grüße
    Holger

  14. Maria Brahm sagte:

    Moin Herbert,

    dann will ich Dir dazu einmal meine Art und Weise schildern (für mich gibt es da kein System).

    Ich entscheide mich eigentlich immer durch Stöbern in Buchläden oder Katalogen und lasse mich auch gerne von einem interessanten Buchcover oder Klappentext leiten. Dann gibt es Zeiten, da lese ich gerne Biografien in Romanform oder Historisches. Es sind oft bei mir so Themenwelle die mich dann interessieren. Oder wenn Urlaub ansteht irgendetwas über diesen Ort oder die Umgebung. Buchempfehlungen von Freunden nehme ich auch gerne an (nachdem in Kurzform der Inhalt erzählt wurde).

    Und natürlich lasse ich mich von Deinen Buchvorstellungen gerne inspirieren, habe auch schon das eine oder andere davon gelesen. Ich hoffe, ich konnte Dir einen kleinen Einblick geben, bin allerdings nicht der super schnell u. Viel-Leser (allgemeine Belletristik halt :-))

    LG Maria Brahm (Reinke).

  15. Anonymous sagte:

    Das wird jetzt bald schon ein last minute Beitrag.
    Ich orientiere mich in aller Regel an Buchbesprechungen. Alle anderen Möglichkeiten, wie z.B. Stöbern oder Anzeigen oder Kataloge sind mir zu ineffizient. So viel Zeit habe ich nicht. Da gäbe es dann für mich zu viele Flops.
    Folgt man einer Buchbesprechung wird die Zahl der Flops kleiner, besonders dann, wenn gute Leute die Besprechung machen und einen realistischen und nachvollziehbaren Eindruck von dem Buch vermitteln können. Da spricht mir der Beitrag von Ansor aus der Seele. Viele Bücher habe ich über das Feuilleton der DIE ZEIT gefunden. Da wird auch keine einseitige Auswahl bei den Titeln getroffen, bzw. eine einseitige Geschmacksrichtung vertreten, sondern eine breite Palette vorgestellt, breiter auch als in FAZ oder SZ.

    Natürlich sind Empfehlungen von Freunden besonders wertvoll und werden dann zu etwa 20% der von mir gelesenen Bücher.

    Zu Herbert liest bin ich durch eine ganz persönliche Verbindung gekommen. Es hat sich auch schon gelohnt. Aber sonst habe ich es nicht so mit den Bloggern.

    Wenn mich ein Sachthema interessiert, dann recherchiere ich auch schon Mal ganz systematisch.
    Zum Recherchieren eignet sich auch Amazon.
    Und vor dem endgültigen Vollzug einer Kaufentscheidung auch schnell noch auf die Kommentare der Leser bei Amazon zu schauen, kann auch nichts schaden. Perlentaucher nutze ich dann auch, wie Carl von Wertheim.
    Gekauft wird allerdings immer nur in der örtlichen (leider nicht so kompetenten) Buchhandlung, mit Ausnahme von Geschenken an auswärtige Freunde und Bekannte, die laufen über Amazon.

    Gruß
    K.-J. Oehms

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